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22.09.26

Outdoor-Bar selber bauen: Gartenbar aus Fässern gestalten

Stehtisch aus einem Fass mit runder Platte
Mithilfe von KI generiert

Eine Outdoor-Bar selber zu bauen heißt in den meisten Anleitungen: Paletten stapeln, Kanthölzer zuschneiden, verschrauben, streichen. Mit einem Fass geht es deutlich schneller, weil Form und Höhe schon stimmen. 

Eine Bar aus Fässern steht von allein und kommt der Tresenhöhe schon nahe. Für einen Stehtisch reicht ein einzelnes Fass, für einen richtigen Bartresen brauchen Sie zwei Fässer und ein breites Brett.

Das Wichtigste zu Beginn

  • Rechnen Sie mit mindestens zwei Fässern: Wenn Sie eine Outdoor-Bar selber bauen, braucht die Arbeitsfläche zwei Auflagepunkte. 
  • Die Fasshöhe entscheidet über die Barhöhe: Ein gebrauchtes Stahldeckelfass der 200-Liter-Klasse misst 88 cm, ein Kunststoffdeckelfass mit 220 l rund 98 cm. Die übliche Tresenhöhe liegt bei 105 bis 110 cm. 
  • Das frühere Füllgut ist das wichtigste Auswahlkriterium: Nehmen Sie nur Fässer, deren Inhalt bekannt und unbedenklich war oder die fachgerecht gereinigt wurden. 
  • Ein leeres Fass kippt leicht: Als Gegengewicht reichen rund 10 cm trockener Sand im Fassboden, was etwa 40 kg je Fass entspricht.

Bar aus Fässern bauen: drei Bauarten 

Drei Bauarten stehen zur Wahl, wenn Sie eine Outdoor-Bar selber bauen möchten. Sie unterscheiden sich im Aufwand und darin, wie viel Platz sie für Flaschen und Gläser bieten. Alle drei funktionieren mit Stahl- und mit Kunststofffässern. 

Stehtisch aus einem Fass mit runder Platte

1. Stehtisch aus einem Fass 

Die schnellste Variante für Balkon und kleine Terrasse: Fass aufstellen, runde Platte mit 70 bis 80 cm Durchmesser darauf, fertig. An einem solchen Tisch können zwei bis drei Personen stehen. Die Platte sollte über den Fassrand hinausragen, damit Gläser und Ellenbogen Platz finden. Damit das Fass nicht kippt, wenn sich mehrere Personen an einer Seite auf den Tisch stützen, gehört auch hier Sand ins Fass. Mit fertig zugeschnittener Platte steht Ihr Stehtisch an einem Nachmittag.

Theke zwischen zwei Fässern mit Holzkorpus

2. Theke zwischen zwei Fässern 

Der Klassiker und die einzige Variante mit echter Thekenlänge: Zwei Fässer tragen als Seitenteile eine Platte, die ringsum übersteht. An einer Theke von 300 cm finden sechs bis acht Personen Platz. Den Zwischenraum lassen Sie offen oder stellen einen einfachen Holzkorpus hinein. 

Zwischen den Fässern bleibt Platz für einen einfachen Holzkorpus. Er muss etwas niedriger sein als das Fass, also rund 85 bis 95 cm hoch, damit die Platte auf den Fässern aufliegt und nicht auf dem Korpus. Messen Sie vorher nach, denn die Maße schwanken je nach Modell. 

Andersherum geht es genauso: Wenn Sie schon einen passenden Unterschrank haben, richten Sie die Outdoor-Bar nach ihm aus. Messen Sie die Schrankbreite, rechnen Sie zweimal den Fassdurchmesser dazu und geben Sie seitlich etwas Überstand hinzu. Daraus ergibt sich die Länge Ihrer Platte. So bekommen Sie Stauraum unter die Theke, statt den Platz zwischen den Fässern ungenutzt zu lassen.

Die Maße für eine Theke aus zwei Fässern der 200-Liter-Klasse zeigt die Skizze.

Stauraumbar mit Öffnung und Regalböden

3. Stauraumbar aus einem großen Fass 

Hier wird das Fass selbst zum Möbel: Auf der Rückseite entsteht eine große Öffnung, in der ein Bodenbrett und ein Zwischenbrett die Flaschen aufnehmen. Obendrauf kommt ein rundes Brett, damit das Fass zugleich als Stehtisch dient. So steht die Outdoor-Bar auch auf kleinem Raum.

Passendes Fass für Ihr Sommerprojekt finden, neu oder gebraucht aus der Lebensmittelindustrie.

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Fass als Bar: Welche Fässer sind geeignet? 

Vier Eigenschaften entscheiden, ob sich ein Fass für Ihre Outdoor-Bar eignet: früheres Füllgut, Zustand, Bauform und Maße. 

Was vorher im Fass war, sollte zuerst geklärt werden. Ein Fass unbekannter Herkunft kann Reste von Lösungsmitteln, Altöl oder Pflanzenschutzmitteln enthalten, die weder in den Garten noch in die Nähe von Lebensmitteln gehören. Unsere gebrauchten Stahldeckelfässer stammen aus der Lebensmittelindustrie und sind gereinigt: Gebrauchsspuren sind vorhanden, aber die Herkunft der Fässer ist nachvollziehbar. Wenn Sie eine gleichmäßige Optik möchten, nehmen Sie ein neues Fass. 

Bei der Bauform gibt es zwei Möglichkeiten: 

  • Spundfass: geschlossene Oberseite mit zwei kleinen Verschlüssen. Wichtig ist ein ebener oberer Rand, auf dem die Platte satt aufliegt. 
  • Deckelfass: abnehmbarer Deckel, den ein Klemmring hält. Über diesen Ring befestigen Sie später die Platte, ohne dass oben eine Schraube zu sehen ist. 
Bei zwei Fässern können Sie beides kombinieren, sofern die Fässer gleich hoch sind: Das Spundfass trägt, und am Deckelfass verschrauben Sie die Platte von unten durch den Deckel.

Fass-Bar selber bauen: Checkliste für die Fassauswahl 

Vor dem Kauf gehen Sie diese fünf Punkte durch: 

  • ✓ Füllgut: bekannt und unbedenklich oder das Fass fachgerecht gereinigt 
  • ✓ Zustand: keine losen Roststellen, keine scharfen Kanten 
  • ✓ Bauform: Spundfass trägt, Deckelfass erleichtert die Befestigung der Platte 
  • ✓ Höhe: beide Fässer gleich hoch 
  • ✓ Ballast: rund 10 cm Sand im Fassboden, besonders bei Kunststoff

    Passt einer dieser Punkte nicht, suchen Sie besser ein anderes Fass, statt den Mangel beim Bau auszugleichen.

Stahlfass oder Kunststofffass? 

Beide Materialien eignen sich für die Bar. Die Unterschiede im Überblick:

Kriterium Stahlfass Kunststofffass
Höhe (200/220 l) ca. 88 cm ca. 94 bis 98 cm
Durchmesser ca. 60,5 cm ca. 58 bis 59 cm
Gewicht (leer) ca. 17 kg ca. 9 bis 10 kg
Standfestigkeit höher durch Eigengewicht Ballast nötig
Optik Industrial-Look, Patina möglich glatt, in verschiedenen Farben
In der Sonne heizt sich deutlich auf bleibt kühler

Für den Garten nehmen Sie das Stahlfass: schwerer, standfester, im robusten Industrial-Look. Für Balkon und Terrasse eignet sich das Kunststofffass besser, weil Sie es allein tragen können und es ein paar Zentimeter höher ist.

Outdoor-Bar selber bauen: Anleitung in 7 Schritten 

Material und Werkzeug 

Die Liste gilt für die Outdoor-Bar als Theke aus zwei Fässern. Bis auf die Säge gehört das meiste zu einer normalen Heimwerker-Grundausstattung.

Material Werkzeug
2 Fässer aus Stahl oder Kunststoff Zollstock und Wasserwaage
Platte aus Massivholz, 30 bis 40 mm stark, 300 × 70 cm Akkuschrauber mit Metall- und Holzbohrern
Leisten für die Plattenführung Stichsäge oder Kreissäge für die Platte
Winkel, Blechschrauben und Unterlegscheiben Feile oder Schleifklotz für scharfe Kanten
Filz- oder Gummipads als Auflage Pinsel oder Schaumstoffrolle
Trockener Sand zum Beschweren, rund 40 kg je Fass Schutzbrille und Handschuhe
Reinigungsmittel, Bürste, Lappen
Schleifpapier, Grundierung für Stahl oder Haftgrund für Kunststoff
Wetterfester Lack, Öl oder Lasur
Verstellbare Möbelgleiter
Optional: Ablagebrett, Haken, LED-Beleuchtung, Fass-Zubehör

Bei 160 cm freier Spannweite trägt nur eine kräftige Platte: Massivholz mit 30 bis 40 mm, besser 40 mm, sonst biegt sich die Theke in der Mitte sichtbar durch. Siebdruckplatten und Terrassendielen brauchen dafür einen Unterrahmen. Den Zuschnitt übernimmt auf Wunsch der Baumarkt: Dort werden die Kanten gerade und Sie sparen sich die Kreissäge.

In sieben Schritten zur Theke 

  1. Fässer prüfen: Kontrollieren Sie Beulen, scharfe Kanten und lose Roststellen und feilen Sie scharfe Stellen ab. Achten Sie außerdem darauf, dass beide Fässer gleich hoch sind, weil die Platte sonst schief steht. 
  2. Standort vorbereiten: Am einfachsten steht Ihre Outdoor-Bar auf der Terrasse oder im gepflasterten Hof: Der Untergrund muss eben und tragfähig sein. Auf Rasen oder Kies sacken die Fässer ein. Legen Sie dort Gehwegplatten unter. 
  3. Fässer reinigen: Reinigen Sie beide Fässer innen und außen und lassen Sie sie vollständig trocknen, weil Restfeuchte Stahl von innen rosten lässt. 
  4. Oberfläche gestalten: Beim Stahlfass entfernen Sie Rost, grundieren und lackieren. Oder Sie lassen die Patina stehen und versiegeln nur mit Klarlack, was den Industrial-Look erhält. Beim Kunststofffass schleifen Sie die Oberfläche matt, tragen Haftgrund auf und lackieren. 
  5. Fässer ausrichten und beschweren: Richten Sie die Fässer mit der Wasserwaage aus und beschweren Sie sie mit rund 10 cm trockenem Sand, also etwa 40 kg je Fass. Wasser eignet sich nicht: Deckelfässer sind nicht flüssigkeitsdicht, und stehendes Wasser fängt nach kurzer Zeit an zu riechen. 
  6. Platte auflegen und fixieren: Schneiden Sie die Platte zu, schleifen Sie die Kanten und behandeln Sie das Holz mit Öl oder Lasur, auch von unten. Sonst zieht die Unterseite Feuchtigkeit und die Platte verzieht sich nach dem ersten Regen. Schrauben Sie dann vier kurze Leisten unter die Platte, die den Fassrand von außen umfassen: Dieser Zentrierrahmen hält sie gegen seitliches Wandern. Gegen Abkippen hilft er nicht, deshalb kommt eine Verbindung nach unten dazu. Beim Deckelfass schrauben Sie die Platte von unten durch den Deckel, beim Spundfass setzen Sie zwei Winkel unter die Platte und befestigen sie mit kurzen Blechschrauben am Fassrand. So bleibt von oben keine Schraube sichtbar. 
  7.  Ausstatten: Jetzt kommt die Kür: ein Brett zwischen die Fässer, Haken für den Öffner, eine Lichterkette über der Theke. Barhocker kaufen Sie erst, wenn die Höhe endgültig feststeht. Bevor Sie die Outdoor-Bar zum ersten Mal nutzen, drücken Sie die Platte an jeder Ecke nach unten und zur Seite: Sie darf sich nicht verschieben, und kein Fass darf dabei abheben.

FAQ zur Outdoor-Bar aus Fässern

Für eine Outdoor-Bar aus Fässern brauchen Sie zwei Fässer, weil eine durchgehende Platte zwei Auflagepunkte braucht. Setzen Sie sie mit etwa 220 cm Abstand von Mitte zu Mitte und rechnen Sie mit einer Massivholzplatte von rund 300 × 70 cm. Ein einzelnes Fass ergibt einen Stehtisch.

Die Höhe einer Fass-Bar ergibt sich aus Fass und Platte: Ein Stahldeckelfass der 200-Liter-Klasse ist 88 cm hoch, ein Kunststoffdeckelfass mit 220 l rund 98 cm. Mit einer 30 bis 40 mm starken Platte kommen Sie auf 91 bis 102 cm, während die übliche Tresenhöhe bei 105 bis 110 cm liegt. Nehmen Sie deshalb Hocker mit rund 65 cm Sitzhöhe.

Für den Bau einer Outdoor-Bar eignen sich beide Materialien. Stahlfässer stehen durch ihr höheres Eigengewicht sicherer und bringen den Industrial-Look mit. Kunststofffässer sind leichter und ein paar Zentimeter höher, brauchen dafür aber zwingend eine Sandfüllung.

Bei einer Bar aus Fässern schrauben Sie vier kurze Leisten unter die Platte, die den Fassrand umfassen und sie gegen Verrutschen sichern. Gegen Abkippen kommt eine Verbindung nach unten dazu: Beim Deckelfass eine Verschraubung von unten durch den Deckel, beim Spundfass zwei Winkel am oberen Fassrand. Die Schraubenköpfe bleiben so unsichtbar.

Für die Theke aus zwei Fässern und für den Stehtisch bleibt das Fass unversehrt, weil Sie die Platte einfach auflegen. Geöffnet wird nur bei der Stauraumbar. Weil gebrauchte Fässer brennbare Reste enthalten können, eignen sich dafür nur neue oder fachgerecht gereinigte Fässer. Ohne Erfahrung geben Sie das Fass besser in eine Fachwerkstatt.
Bitte beachten Sie: Die in diesem Beitrag vorgestellten DIY-Ideen dienen ausschließlich als Inspiration. Fertige Möbel gehören nicht zum Sortiment von faesser.de. Im Onlineshop finden Sie neue und gebrauchte Fässer als Grundlage für eigene Projekte. Planung, Umbau und Nutzung erfolgen in eigener Verantwortung.

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